Pressebericht Rheinische Post
Er war einer der bekanntesten Gastronomen Krefelds. Im Alter von 77 Jahren ist am Dienstag, 1. Juli, Gerd Siebenmorgen verstorben. Gemeinsam mit seiner bereits im Jahr 2018 verstorbenen Ehefrau Irmgard führte er über fünf Jahrzehnte in Krefeld Verberg das Haus Kleinlosen, das heute von beider Sohn Peter betrieben wird.
Siebenmorgens Elternhaus war das gleichnamige Lokal an der Uerdinger Straße. Bei Tivoli erlernte er den Beruf des Kochs. Es folgten berufliche Stationen in Köln und bei den Städtischen Krankenanstalten Krefeld ehe er – mit der Heirat – im Jahr 1974 ins Haus Kleinlosen wechselte. Siebenmorgen war dabei auch gesellschaftlich sehr aktiv. 1993 war er, der Ehrensenator der Karnevalsgesellschaft Verberg, Prinz Karneval in Krefeld und 2013 – gemeinsam mit seiner Frau – Schützenkönig in Verberg. Das Schützenwesen und hier insbesondere die Öffnung dessen für die Jugend, lag ihm sehr am Herzen. Zu seinen Hobbys gehörte auch das Kegeln bei seinen „Barackeblare“. Im Verberger Heimatverein engagierte sich Siebenmorgen – aufgewachsen an der Nieper Straße – für seinen Heimatstadtteil. Manche bezeichneten ihn deshalb auch – wenn auch mit einer kleinen Portion Ironie – als den König von Verberg.
Der Verstorbene war überdies auch ein großer Förderer des Krefelder Sports, wobei ihm neben den Uerdinger Fußballern besonders das Eishockey und hier auch die Jugend am Herzen lagen. Mit Krefelds heute in Kanada lebendem Eishockeyidol Vic Stanfield verband ihn bis zu seinem Tod eine tiefe Freundschaft. Auch heute noch ist die Mannschaft der Pinguine – besonders vor Auswärtsspielen – häufig bei ihm im Restaurant zum Essen zu Gast. Eine Dauerkarte für die Spiele der Pinguine besaß er bis zuletzt. Das Haus Kleinlosen selbst, das mittlerweile seit 123 Jahren im Familienbesitz ist, wurde bereits im Jahr 2016 an seinen Sohn Peter übergeben.
Der Verstorbene hinterlässt zwei Söhne und fünf Enkelkinder.